München ist für fast jeden der Inbegriff der erfolgreichen, lebenswerten und schönen Stadt, ein Heer von reichen, hübschen, intelligenten Menschen bevölkert die bayerische Kapitale, immer auf der Suche nach dem allerneuesten „In-Treffpunkt" und der angesagtesten Ecke. In unendlichen Wiederholungen preisen die Stadtmagazine Münchens interessanteste Orte, wo der Fremde garantiert von illustrer Prominenz flankiert, teilhaben kann an der berühmten bayerischen Gemütlichkeit. Die Weltstadt mit Kommerz ist daher in den letzten Jahren ein Anziehungspunkt für allerlei schummriges Volk geworden, das sich auch einmal im Leben vom sprunghaften Schein dieser Laterna Magica bestrahlen lassen möchte.Wir haben uns daher entschlossen, mal hinter den gleissenden Fassaden nach dem wahren Herz dieser Stadt zu suchen und entdeckten dabei nur Betonwüsten, Reissbrettkästen, Leuchtreklamen und Treppenfluchten, menschenleer, entseelt, ein westliches Pjöngjang, unwirklich aufragend unter dem fahlen Himmel. Bar der Reichen und Schönen, der Motten und Falter, die erst zu nächtlicher Stunde steriles Leben in die Plätze tragen, liegt München in scheintoter Stille, seine vielzähligen steinernen Gerippe sehnen der Nacht, die Hässlichkeit zu bedecken.
Eine kleine Auswahl der Motive ist nun unten zu sehen, ein weiterer Teil befindet sich auf meiner „myspace"-Seite, mehr werden in Kürze folgen
