Mittwoch, 12. Dezember 2007

Platten die die Welt veränderten, mich jedoch nicht: Silver Apples-Contact

Heutige Popmusik hätte ohne sie nicht stattgefunden, Bands wie Suicide, Spacemen 3 oder Jesus & Mary Chain hätte es nie gegeben, ohne die Pioniere des monotonen Noise-Rocks, jene legendären Silver Apples, die in den späten 60ern zwei völlig irrwitzige Platten mit Spaceage Protosynthies, dumpfem Getrommel, krankem Gesang und schrägem Banjogefiedel aufnahmen. Kaum etwas war bekannt über diese verrückten Gestalten, die weit vor ihrer Zeit den modernen Indie entwarfen und neben Red Crayola zu den absoluten Pionieren der kontemporären Jugendmusik zu zählen wären. Gerade das Meisterstück „Contact" aus dem Jahre 1968 überzeugt durch sein visionäres Konzept, die kaputten Texte und die bis dato nie gehörten Elektro-Sounds. Wo Pierre Henry und Les Yper Sound noch blöde am Oszillator herumdilettierten entstand bei den Silver Apples bereits eine musikalische Struktur, wie sie erst wieder in den 80er Jahren generiert wurde.
So ein Blödsinn, sage ich, das ganze ist doch nur gequirlte Hippiescheisse, von ein paar hängengebliebenen Acidheads zusammengealbert, denen man versehentlich ein paar NASA Gerätschaften zum Spielen überlassen hat. Ich hab mir die Platte auch nur versehentlich gekauft, weil sie beim Altwarenhändler für´n paar Groschen zu kaufen war und die Typen auf dem Cover so doof dreinschauen.