


wo gibt es in München heute noch Orte traditioneller bayerischer Kultur, Orte an denen man ungezwungen Spezialitäten geniessen und Fleischberge und Innereien vorzugsweise von Schwein und Rind kostengünstig und ohne die Blicke neugieriger Touristen oder grölender, komasaufender Jugendlicher ventrikulär ablagern kann ? Orte, an denen sich jeden Abend der Stammtisch zum Schafkopfen trifft und das „ColaWeizen" noch „Neger" oder „Afrohalbe" heisst, wo man sich ungezwungen bei Obstler und Augustiner zum Kegelscheiben auf der traditionellen Holzbahn treffen kann und im Sommer den Abend im Biergarten bei Brotzeit und Gerstensaft im Kastanien umsäumten Gastgarten verbringt ? Rar sind sie geworden, diese Oasen bayerischer Lebensart, in der nördlichsten Stadt Preussens, die sich München nennt.
Der Grüne Baum in Obermenzing ist so ein Ort der Gemütlichkeit. Und deshalb gehe ich da jeden Mittwoch zum Essen, Trinken und Kartenspielen hin. Die Speisekarte bietet Gutbürgerliches zu vernünftigen Preisen, überwiegend bayerische Spezialitäten (Spanferkelherzen, saure Innereien, wie Niere oder Lunge) aber auch klassische Wirtshausgerichte wie Riesenschnitzel oder Bierbrauergulasch. Was soll ich mehr sagen, das Essen ist famos, die Bedienungen sehr aufmerksam, die Atmosphäre königlich und der Rausch meistens auch. Die Gaststube ist so gut wie jeden Tag sehr gut besucht, nur die allgegenwärtigen Müncher „Szenenasen" sucht man hier vergeblich, wie schön.
Der Grüne Baum in Obermenzing ist so ein Ort der Gemütlichkeit. Und deshalb gehe ich da jeden Mittwoch zum Essen, Trinken und Kartenspielen hin. Die Speisekarte bietet Gutbürgerliches zu vernünftigen Preisen, überwiegend bayerische Spezialitäten (Spanferkelherzen, saure Innereien, wie Niere oder Lunge) aber auch klassische Wirtshausgerichte wie Riesenschnitzel oder Bierbrauergulasch. Was soll ich mehr sagen, das Essen ist famos, die Bedienungen sehr aufmerksam, die Atmosphäre königlich und der Rausch meistens auch. Die Gaststube ist so gut wie jeden Tag sehr gut besucht, nur die allgegenwärtigen Müncher „Szenenasen" sucht man hier vergeblich, wie schön.
