Mittwoch, 31. Oktober 2007

Platten, die die Welt beeinflussten, mich jedoch nicht. Heute: Kraftwerk 1


Jeder kennt vermutlich ihre Welthits „das Model" oder „Autobahn", aber die Elektro-Pioniere aus Deutschland hatten eine, heute verleugnete, Vor-Vergangenheit als Avantgarde-Psychedelik-Krautrock Bastler, die absolut nicht uninteressant ist. Gerade auf ihrer ersten Platte kombinieren sie bewusstseinserweiternde Klänge mit Proto-technoider Monotonie und erschufen –vermutlich völlig unbewusst- einen Meilenstein prädigitaler Klangkonservierung, der seiner Zeit ein halbes Lichtjahrzehnt voraus war.
Die vier überlangen Stücke wurden mit sparsamer, ja fast schon konventioneller Instrumentierung 1970 eingespielt und von Produzentenlegende Conrad Plank kongenial in Szene gesetzt und abgemischt....
So würde das ein Musikkritiker formulieren, vermutlich einer aus München, ich aber sage: Schluss mit diesem studentischen Progressiv-Avantgarde-Kunststudenten-Scheissdreck, Kraftwerk sind kacke und die Platte hab ich nur, weil ich sie für 50 Pfennig 1994 am Flohmarkt gefunden habe und ich immer gedacht habe, es wäre cool eine Platte zu besitzen, die die Welt beeinflusst hat, mich jedoch nicht.

Montag, 29. Oktober 2007

Szenen eines Wochenendes






Am Wochenende war ich mal wieder Party machen. Das war in der Nacht. Und zufällig hatte ich einen Photoapparat dabei. Damit man sich ein Bild machen kann, wie einer wie ich am Sonntagmorgen seine Umwelt wahrnimmt, habe ich diese Referenzabzüge ins Netz gestellt.





Freitag, 26. Oktober 2007

Spielspass des Jahres : ProEvolution 2008

Das Warten hat ein Ende, endlich ist die mit Abstand beste Kick Simulation für die Zockmaschine zurück, besser, schneller... WAHNSINN: Die Stadionatmosphäre kommt rüber wie im Hexenkessel von Bernabeu und die superrealistischen Spielzüge enden nicht selten in regelrechten Schlachten vor des Gegners Tor.
Das überbordende Taktikmenü lässt ebenfalls keine Wünsche offen und man kann sich stundenlang alleine mit der richtigen Aufstellung und Strategie beschäftigen. Im Spiel ist dann tatsächlich deutlich des Managers Handschrift zu erkennen, wenn sich die Pixelkicker anstrengen des Kontrahenten Abwehrbollwerk zu erstürmen.
Natürlich spielt der gestandene Profi mit seiner eigenen Truppe, die man nach Belieben besetzen und editieren kann. Mein Team habe ich mir aus Funk und Fernsehen, sowie von der Strasse zusammen gecastet, was mich den gesamten Schlaf der letzten Nacht gekostet hat. Aber die Mühe hat sich gelohnt: Mit Leuten wie dem Strafraum-Lackl,dem Haxenbrecher und Cheech & Chong, sowie mir im Sturmzentrum, kann ja eigentlich nix mehr schief gehen. Warm anziehen Chelsky, Doktors Terrorgruppe wird die Champions League gewinnen !
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Doktor`s Lieblingsplätze - Der Tengelmann






Für Langzeitsingles und gutsituierte Müssiggänger kann es nur ein Einkaufsparadies auf Erden geben, und das ist der Tengelmann gleich bei mir um die Ecke. Zwischen unordentlich aufgetürmten Delikatessen und Shrimps mit Gefrierbrand findet man schnell in ein neckisches Gespräch mit der Sekretärin vom Immobilienhai von gegenüber, oder mit der Arzthelferin vom Internisten im ersten Stock. Auch Verkäufer/innen nach ausgefallenen Spezialitäten zu befragen,.kann mitunter höchst vergnüglich sein, im Markt meiner Wahl: „Entschuldigen Sie bitte, ich hätte gern 100g Esrom" Antwort: „Tut mir leid, Waschmittel dürfen wir nur in handelsüblicher Menge abgeben !"
Und wenn man dann schliesslich seinen Grosseinkauf zusammengerafft hat, kann man in der unendlichen Schlange an der Kasse in gepflegter Atmosphäre die tagespolitischen Geschehnisse erörtern. Tengelmann – hier schlägt das Herz.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Singles der Woche



The Violets – troubles of keneat / feast on you
Scheiss Bandname, scheiss Layout und dazu noch billiger 80s Flanger Robot Pop. Ja geht´s denn überhaupt noch, ihr bescheuerten Jugendlichen ? Glaubt Ihr, weil Opa diese Musik vor 25 Jahren scheisse gefunden hat, wäre sie heutzutage gut ?
Aber vielleicht bin ich einfach zu alt für diesen Krawall. Wenigstens auf der b-seite wird ordentlich dissonant gegrölt und das Bassgeklampfe scheppert zum Erbarmen.
Ich versteh diese Jugendmusik nicht, vielleicht hör ich mir das ganze ja nochmal betrunken an.





Georgie James – need your needs / aftermath
Was soll´n das sein ? Hab´s mal mitgenommen, weil das Cover so gespenstisch schlecht ausschaut. Klingt wie 1996 KlimperPop aus ner Tuntenkolonie in Südengland, ist aber sagenhafterweise aus Amerika. Irgendso ne Alte mit Inzucht-Grinse und ein Barthippie aus dem Wald, die beide weder Georgie noch James heissen. Kapier ich nicht. Aber so ist Popmusik von heute wohl: nur betrunken zu ertragen.









23rd turnoff - Michael Angelo / Leave me here
Ich finde diese Nummer einfach scheusslich, aber ich habe sie mir gekauft, weil sie auf einem Sampler drauf ist, und weil sie total billig war, weil irgendwelche Hippies das Center rausgebrochen haben und auf dem Vinyl rumgekratzt haben, mit ihrer Bong, diese bekifften Langhaarigen. Egal. Ich weiss auch nicht was 23rd Turnoff eigentlich sind, aber sie haben sich anscheinend nach der 23. Ausfahrt der m6 Autobahn benannt, welche wohl nach Liverpool führt, oder so ähnlich.
Die Lieder sind irgendwie so tralala „popsike“, oder wie das die Coolen aus England nennen, ich kapier´s nicht, vielleicht sollte man sich das mal betrunken anhören.

Urlaubserinnerungen aus England




neulich, da war ich im Urlaub in England, um mir die neusten Tanzflächen-Moves abzuschauen und den britischen Style endlich richtig zu lernen. Bin ich also nach Brighton (das liegt irgendwo in England) gefahren, voll cool mit easy Jet, ich war sogar in London, aber nur kurz, weil ich keinen Stadtplan dabei hatte. In Brighton war es dann voll öde, nur Möwen und Briten. Und so ein komischer Jahrmarkt. Hab ich mich aber nicht reingetraut, weil da nur Engländer drin waren. Am Abend hab ich dann Cider aus der Dose getrunken (very british, hi hi) und hab versucht, mich in so einen 50s Garage Club im Komedia einzuschleichen. Aber die wollten mich nicht reinlassen, weil ich angeblich „zu tipsy" war. Als ich denen dann gesagt hab, dass ich extra aus Deutschland angereist sei, nur um mir die Tanzmoves von den Briten abzuschauen, da haben die mich reingelassen. Allerdings haben die Türsteher mich streng ermahnt, ja keinen Alkohol mehr zu trinken. Hab mir aber dennoch heimlich ´n Cider an der Bar gezogen. Bloss Tanzmoves hab ich mir irgendwie nicht mehr abschauen können, war ich zu besoffen für...

immer wieder super.... die Schlümpfe !


wenn ich nach einem anstrengenden Tag nach Hause komme, mir einen schönen warmen Grog gekocht habe und meine erschöpften Pfoten hochgelegt habe, dann höre ich mir am liebsten eher leichte, beschwingte Musik an. Und am schönsten ist für mich, wenn es dunkel wird in meiner Strasse, mit Liebe und Bedacht meine Schlumpf-Single-Sammlung aus dem verstaubten Plattenkistchen unter dem Kanonenofen hervorzukramen. Ich schenk mir dann ein wenig mehr Rum in meinen steifen Grog, setze vorsichtig die Nadel auf das geheiligte schwarze Hartplastik und lausche ergriffen den zarten Weisen von Vadder Abraham und seinen blauen Freunden. Und manchmal wünsche ich mir dann, ich wäre genauso blau.

Buch Tipp: Machiavelli - Der Fürst


Heute ist anscheinend schon Donnerstag. Und deshalb ist es Zeit für Doktors Buchempfehlung.
Wenn Ihr nämlich wissen wollt, wie man das ganze unliebsame Gesindel auf dem Weg zur Weltherrschaft loswerden kann, dann beschafft euch dieses wunderbare Werk, welches nebenan abgebildet ist.
Machiavelli beschreibt darin sehr aufschlussreich, wie man ganze Sippschaften aus dem Weg räumt, mit listenreicher Tücke gegen all die Idioten auf dem Erdkreis obsiegt, und sich willige, zu allen Schandtaten bereite Untertanen züchtet. Störend einzig die etwas seltsame Beweisführung anhand griechischer und römischer Sagenstoffe und rätselhafter Renaissance Ereignisse, die mir ungebildetem Narren nicht bekannt sind. Aber das ist egal, denn es winkt schliesslich die baldige Weltherrschaft –für JEDERMANN-.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

hier die Einleitung


Guten Tag. Mein Name ist Doktor oder Doctor oder manchmal sogar Doktor - Bot. Ich wohne in einer abscheulichen 1 Zimmer Wohnung mit Blick auf ein Altersheim, aber dafür ist die 24 Stunden Tanke gleich um die Ecke.
In meinem Zimmer befinden sich ausser einer durchgelegenen Matratze aus dem ausgehenden 20 Jhd. noch ein paar windschiefe Ikea Regale und ein halb verrotteter Schrank vom Sperrmüll. Das Badezimmer besteht aus kaputten rosafarbenen Fliesen und einer schmierigen Wanne, mit zersplitterten Amaturen.
Wie dem auch sei. Der Rest ist schnell erzählt. Ich beschäftige mich mit Anti-Kultur. Da ist es nicht verwunderlich, dass ich nach München gezogen bin, um dieses Phänomen eingehend zu studieren. Zum einen photografiere ich Dinge die kaputt sind, oder kaputt gemacht werden, zum anderen sammle ich kaputte Dinge
und Geräte.
Natürlich interessiere ich mich auch für kaputte Typen und zerstörte Klänge. Und all sowas. Darum mach ich das hier. Und natürlich weil´s alle anderen auch machen.
Verstehen Sie ?